Lebensgefühl Camping

Campingplatz auf Fehmarn

Vor einigen Wochen erreichte mich eine E-Mail: „Kannst Du bitte mit der Anja einen Fotokurs machen, während wir auf Fehmarn auf einem Campingplatz sind?“. Ihre Freunde wollten ihr einen Fotokurs schenken und sie im gemeinsamen Urlaub damit überraschen.

So lernte ich also Anja, Michael und ihre kleine Tochter kennen, die zusammen mit ihren Freunden angereist waren. Und ich lernte eine für mich völlig neue Welt kennen: das Camping.

Camping ist offensichtlich viel mehr als nur eine Art der Urlaubsunterkunft. Schon direkt hinter der Rezeption des Campingplatzes fällt mir eine gewisse Ruhe auf. Im Gespräch erfahre ich, dass die Kinder hier völlig entspannt umherlaufen können und dürfen. Sie gehen auch nicht so schnell auf dem Platz verloren, weil die umliegenden Camper mit auf sie aufpassen. Das ist hier so. Und  alle sind den ganzen Tag draußen an der frischen Luft. Das Zeitgefühl geht hier weitestgehend verloren. Der Camper ist mitten in der Natur und entschleunigt sich in seinem Fehmarn-Urlaub ganz von alleine.

Mir hat diese Art des Urlaubs sehr gut gefallen. Und es wirft mir die Frage auf, wie ich etwas von diesem Lebensgefühl mit in mein reales Leben nehmen kann. Vielleicht mit einem entspannten Tag im Liegestuhl im Garten?

Ich wünsche euch einen schönen Aufenthalt auf meiner Lieblingsinsel!

Übrigens: 17 Campingplätze haben sich zusammengeschlossen zum Camping Paradies Fehmarn! Auf der Internetseite vom Camping Paradies Fehmarn gibt es eine Übersichtskarte und ausführliche Beschreibungen der einzelnen Campingplätze.

Buchtipp: Lieblingsplätze auf Fehmarn

Heike Meckelmann: Lieblingsplätze auf Fehmarn

Gelegentlich begegnen wir uns irgendwo auf der Insel. Sowohl Heike Meckelmann als auch ich haben dann die Kamera in der Hand. Es gibt ja immer wieder etwas neu zu entdecken. Sie hat daraus ein Buch mit ihren Lieblingsplätzen gemacht.

Verteilt über die ganze Insel sind sie, angefangen mit dem „Kleiderbügel“, nach dessen Überquerung für viele die Entschleunigung beginnt. Weiter geht es dann nach Burg, mit dem Schmetterlingspark, „wo 1.000 Flügel schlagen“. Man kann sich kaum vorstellen, wie viele verschiedene Arten, Formen und Größen es dort von Schmetterlingen gibt. Dieses Buch mit 88 Lieblingsplätzen ist nicht nur für Touristen interessant. Auch mancher Insulaner wird noch das eine oder andere Neue entdecken. Hier wurde vieles zusammengetragen, was man sich sonst mühsam selbst zusammensuchen müsste.

Wer wie ich auch gerne ruhige Lieblingsplätze sucht, sollte die gesamte Insel im Blick haben und sich auf den Weg machen, um z.B. den Galgenberg in Petersdorf zu besuchen. Das ist ein mystischer Ort für jeden, der sich darauf einlassen mag. Besonders schön finde ich es auch abends im Hafen von Orth, wenn in der Ferne das Licht des Flügger Leuchtturms zu sehen ist.

Wo ich nach dem Lesen unbedingt mal wieder mit dem Fahrrad hinfahren möchte, ist das Gut Staberhof. Es ist bemerkenswert, wann man um die Kurve fährt und plötzlich tut sich der riesige, berühmte Giebel der Scheune vor einem auf.

Erhältlich ist das Buch von Heike Meckelmann in den Buchhandlungen und natürlich auch beim Tourismus-Service Fehmarn für 15,99 €. Viel Spaß beim Stöbern!

Weitsicht am Markelsdorfer Huk

Seit kurzem gibt es eine Aussichtsplattform im Nordwesten der Insel. Von dort hat man eine herrliche Aussicht auf das neue Naturschutzgebiet Nördliche Seeniederung Fehmarn, welches vom Verein Haff und Huk betreut wird. Als Spaziergänger auf solch plattem Land hat man ja häufiger den Wunsch, ein paar Meter höher zu stehen – hier wurde er erfüllt. Zu erreichen ist die Plattform über Altenteil (vor dem Deich ist ein Parkplatz) und über den Campingplatz Fehmarnbelt oder man parkt am Westermarkelsdorfer Leuchtturm und läuft durch die Botanik (Gummistiefel nicht vergessen! 🙂 ).

Wenn das Wetter mitspielt, kann man hier sehr schöne Fotos schießen. Zur Naturbeobachtung ist ein Fernglas unerlässlich, da die hier vorkommenden Tiere besonders scheu sind. Ein Teil der Fotos zeigt die Einweihung der Plattform am vorletzten Tag des Jahres 2016.

Fahrrad à la Karte

Oder: Folge dem grünen Schaf!

Seit einigen Wochen gibt es ja nun das neue Fahrrad-Kartenset für Fehmarn, das wollte ich gerne mal ausprobieren. Zum Glück ist in meinem Nachbarort Lemkenhafen der Knotenpunkt von vier der Rad-Touren, so können meine Frau und ich nach fast 3 Kilometern Anfahrt aus Petersdorf mitten in die Tour einsteigen. Wir entscheiden uns für die „Grüner Brink“-Tour, die mit einem grünen Schaf gekennzeichnet ist.

Nach kurzer Fahrt kann ich praktischerweise auf dem Feldsofa hinter Lemkendorf in Ruhe die Karte studieren, man muss da schon ganz genau hinsehen. Das ist spannend, sich auskennen ist ja die eine Seite, aber nur nach Karte fahren eine völlig andere. Hinter Dänschendorf fahren wir später über einen Feldweg, den ich überhaupt noch nicht kannte. Über Altenteil, wo wir der riesigen Ernte-Maschine zusehen, geht es Richtung Strand und auf die Düne.

Die Fahrt im Norden zum Grünen Brink ist sehr schön, immer wieder von wechselhaftem Wetter und Wolken begleitet, immer wieder ein anderer Anblick. Vorbei am Niobe-Denkmal, welches in Kürze renoviert werden soll, vorbei am Badestrand Grüner Brink in Richtung Fähranleger.

Dort biegen wir ab, durch das Dorf Puttgarden und weiter nach Johannisberg über Todendorf, Hinrichsdorf und Bisdorf weiter. Hier ist eine sehr schöne Strecke bis Lemkendorf, die alte Straße wird sehr wenig befahren. Man ist mitten in der Natur, alles andere ist weit weg. Fazit nach 6 Stunden 45 Minuten: die nächste Tour wird in ein paar Tagen stattfinden. (Die Fahrzeit beinhaltet einige Stops zum Schauen und Fotografieren, aber auch zum Mittagessen auf der Strecke ;-))

Eine Nacht am Meer

Gespannte Erwartung am Sonntagmittag: Alles beginnt mit einem kleinen, unscheinbaren Schlüssel mit Bändel in pink. Eine ganze Nacht werden wir unmittelbar am Meer in der traumhaften Atmosphäre des Südstrandes von Fehmarn verbringen. Wir, das sind meine Frau Evi und ich. Noch nie im Leben haben wir draußen übernachtet! Die seit Freitagmittag von der Tourismus-Agentur Schleswig-Holstein vorgestellten Schlafstrandkörbe an der Ostsee machen es möglich.

Die Sonne zeigt sich heute von ihrer besten Seite. Gegen 18 Uhr holen wir das zubuchbare Lunchpaket beim Hotel Bene ab, die freundliche Mitarbeiterin wünscht uns eine angenehme Nacht am Strand. Das Lunchpaket sieht so aus, wie es schmeckt, einfach nur richtig lecker. Danke dafür!

Da das meiste Zubehör des Schlafstrandkorbes inklusive Zahnbürste und Taschenlampe in pink gehalten ist, haben wir unseren kleinen Musikwürfel mitgebracht, ebenfalls in pink. Später werden wir nur noch Wind, Wasser und die Möwen hören. Die Möwen und die Menschen kommen den ganzen Abend vorbei, letztere halten einen kleinen Plausch und stellen neugierige Fragen. Nachdem unsere Flasche Sommerflirt (ein leichter, leckerer Weißwein) zur Neige geht, geht es ans Schlafen. Der Kuschelfaktor ist hier übrigens garantiert. Es war eine angenehme Nacht. Wir haben das große Sichtfenster vorn auf gelassen, um das Wasser und die Sterne sehen zu können.

Jederzeit wieder!

Hier gibt es weitere Infos zum Schlafstrandkorb.

Frühlingserwachen auf Fehmarn

Wenn die Insel aus ihrem Winterschlaf erwacht, dann ist das eine ganz besondere Zeit. Man kann die ersten warmen Sonnenstrahlen genießen und hier und dort die ersten Frühlingsblüher entdecken. Ob am Kreisel beim Schwanenteich oder an der Burger St. Nikolai-Kirche. Auch beim NABU in Wallnau beim Abendspaziergang durch die „Hides“, den Verstecken, aus denen man die Tiere beobachten kann. Und wenn dann die Wallnauer Mitarbeiter sich nach einer arbeitsreichen Woche am Samstagabend alle gemeinsam am Strand einfinden, um das Erlebnis des Sonnenunterganges mit einer frischen Waffel in der Hand zu genießen, dann kann der Sommer wahrlich nicht mehr weit sein.

Herbstzeit auf Fehmarn

Marienkäfer auf einem welken Blatt

Wenn auf Fehmarn so langsam der Herbst einkehrt, geht alles ein bisschen gemächlicher zu. Der Trubel der Hauptsaison ist vorbei – jetzt kann man die Weite, die Ruhe und die Natur genießen. Hier und da sieht man Menschen, die auf den noch nicht winterfest gemachten Feldern oder am Strand ihre Drachen in den Himmel steigen lassen. Strandspaziergänger lassen sich vom Wind durchpusten und genießen den besonderen Zauber dieser Jahreszeit.

Nebelschwaden am Boden und mitten in der Luft, sich auftürmende Wolken und die vom Wind aufgewühlte Ostsee erzeugen wunderschöne Eindrücke. Manchmal sind es auch die kleinen Details, an denen der Blick hängenbleibt: herbstliches Laub in leuchtenden Farben, ein paar Hagebutten an einem kahlen Ast oder ein kleiner Marienkäfer auf einem Blatt. Es lohnt sich genau hinzuschauen, denn auch im Herbst ist Fehmarn wunderschön. Klickt euch durch die Fotogalerie oben und ihr wisst, was ich meine. Dieses Mal möchte ich einfach die Bilder sprechen lassen 🙂

Von Lakritzsteinen, Hühnergöttern und versteinerten Blitzen

Was ist eigentlich ein Hühnergott? Das kann die diplomierte Geografin Beate Burow beantworten, die an Fehmarns Stränden geologische Wanderungen anbietet. Kurz gesagt sind Hühnergötter Steine mit einem natürlich entstandenen Loch in der Mitte. Sie zählen zu den LiebliDSCR-02037ngs-Sammel-Objekten auf der Insel. Zur Herkunft ihres merkwürdigen Namens gibt es mehrere Geschichten. Fest steht, dass man die Steine früher in den Hühnerstall gehängt hat, um die Hühner zu beschützen. Tatsächlich ist es möglich, dass das Klappern der Steine die Füchse vertrieben hat. Eine andere Geschichte besagt, dass die Hühner den Kalk von den Steinen gepickt haben und so die Eierschale härter wurde.weiterlesen…

Sonnenuntergänge auf Fehmarn – die schönsten Orte zum Fotografieren

Sonnenuntergänge auf Fehmarn sind immer wieder zauberhaft und aufgrund der Jahreszeiten und unterschiedlichen Blickwinkel von Mal zu Mal anders. Ich bin schon seit Jahren mit meiner Kamera auf der Insel unterwegs und immer noch fasziniert von der Schönheit dieser Augenblicke. Man kann gar nicht anders, als unzählige Male auf den Auslöser zu drücken. Die eindrucksvollsten Sonnenuntergänge spielen sich im Westen der Insel ab – aber wo genau geht man am besten hin?

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Tipps für schöne Picknickplätze auf Fehmarn

Frische Luft macht bekanntlich Appetit – was gibt es also Schöneres, als ein Picknick im Grünen? Anlässlich des ersten ostsee* Strandfrühstücks am 6. Juli 2014 habe ich mir mal ein paar Gedanken gemacht, welche Orte auf Fehmarn sich für eine genüssliche Auszeit im Freien am besten eignen.

Feldsofas an der Steilküste im Osten Fehmarns
Es ist ein herrliches Gefühl, sich nach einer ausgiebigen Radtour auf einem der Feldsofas entspannt zurückzulehnen und die wunderbare Aussicht über die Steilküste zu genießen! Von den Feldsofas aus hat man übrigens einen Rundumblick, sie lassen sich nämlich um 360 Grad drehen.

Romantisches Picknick am Strand bei Püttsee
Der Naturstrand bei Püttsee mit seinen idyllischen Dünen befindet sich fernab vom Trubel. Hier kann man in aller Ruhe die Sonne und das Meeresrauschen genießen. Wer ein romantisches Plätzchen für ein Picknick zu zweit sucht, ist hier genau richtig. Mit ein bisschen Glück erlebt man auch noch einen der traumhaften Sonnenuntergänge über der Ostsee.

Familienpicknick mit Spielmöglichkeiten
Ein perfektes Plätzchen für eine Pause mit der ganzen Familie ist die Picknickbank in den Dünen am Südstrand, die sich etwa auf Höhe des Sahrensdorfer Binnensees befindet. Hier gibt es nicht nur einen traumhaften Sandstrand zum Burgen Bauen, sondern auch einen Spielplatz direkt nebenan, so dass sich die Kleinen richtig austoben können.

Blick auf zwei Wahrzeichen zugleich
Einen ganz besonderen Ausblick hat man auf der Bank – aus Fehmarn-Perspektive rechts – neben der Fehmarnsundbrücke. Blickt man nach rechts, schaut man auf den Leuchtturm Strukkamphuk, blickt man nach links, sieht man die Brücke, das bekannteste Wahrzeichen Fehmarns.

Kennen Sie/kennt ihr auch noch schöne Orte auf Fehmarn, die sich gut für ein Picknick eignen?