Traditionsreiches Spektakel: Grabenspringen 2016

Um Ostern herum veranstaltet die Landjugend Fehmarn in jedem Jahr das Grabenspringen, seit 25 Jahren schon. In diesem Jahr war es am 2. April wieder soweit. Mal mit, mal ohne Anlauf müssen die Teilnehmer mit einem Surfmast über die Kopendorfer Au springen. Das gelingt nicht immer, so dass manch einer mit einem lauten Platschen ins Wasser fällt – zur Freude der Zuschauer natürlich!

Die Veranstalter hatten dazu aufgerufen, ein wenig Verkleidung anzulegen, und die Teilnehmer des Springens folgten dem wohl gerne. Neun junge Männer trauten sich in diesem Jahr den Sprung mit dem Surfmast zu.

Sehr viel Wasser führte die Kopendorfer Au bereits, trotzdem wurde noch mit Sandsäcken ordentlich aufgestaut. Es zierten sich anfangs alle nass zu werden. Aber irgendwann stecken die Stangen im Schlamm einfach fest, wenn der „Springer“ mitten über dem Wasser hängt. So war auch diesmal, zur Freude der Besucher, „Baden“ angesagt. 🙂

Sieger wurde übrigens Bastian Muhl (17) aus Wulfen.

Zum 2. Mal: Weihnachtswochen auf Fehmarn

Es gab auf Fehmarn lange keinen Weihnachtsmarkt, obwohl sich viele Besucher und auch Einheimische einen gewünscht haben. Seit vergangenem Jahr ist die Situation mit den Burger Weihnachtswochen eine andere. Und was haben wir für einen schönen Weihnachtsmarkt bekommen! Selbst Gäste aus Berlin sagten, sie hätten noch nie einen so schönen Weihnachtsmarkt gesehen. Besonders schön ist der Markt, wenn es dunkel geworden ist. Die Atmosphäre ist heimelig durch die Beleuchtung in den Bäumen und an den kleinen Buden und durch die flackernden Feuertonnen. Man geht auf einem weichen Boden aus Holzschnitzeln, fast wie im Wald.

Es ist wieder sehr gemütlich dieses Jahr, bisher stimmt auch das Wetter, der Glögg schmeckt ebenfalls, was wollen wir mehr? Also, auf nach Fehmarn, bis zum 30. Dezember öffnet der Weihnachtsmarkt noch seine Pforten.

www.burger-weihnachtswochen.de

 

Drachenfestival Fehmarn 2015

Wer als Kind und vielleicht auch später als Jugendlicher oder Erwachsener die Möglichkeit hatte, Drachen steigen zu lassen, dem wird beim Drachenfestival an der Westmole des Südstrandes in Burgtiefe das Herz aufgehen. Dieses Jahr bin ich schon zum fünften oder sechsten Mal dabei.

Am Freitag war es diesmal sehr windig, daher waren nur die kleinen Drachen in der Luft. Dafür war es ein herrlich-sonniger Herbsttag. Die Drachen werden immer an schweren Sandsäcken befestigt, damit sie nicht wegfliegen können. Manchmal zieht der Wind die Sandsäcke dann sogar über den Strand.

Samstag schien die Sonne zwar nicht mehr ganz so schön wie am Freitag, aber dafür war es nicht so windig, so dass auch die Großdrachen in der Luft waren. Sie sind jedes Jahr wieder beeindruckend! Die Superbowl war leider noch nicht dabei.

Aber wir halten es hier wie die Drachenbetreuer, wir üben uns –  auch wenn es schwerfällt – in Geduld. Noch ist jedenfalls die Gelegenheit, den Sonntag am Strand zu verbringen, und das gesamte Umfeld mit Drachen, Wind und Wasser zu genießen.

Herbstzeit – Drachenzeit – Drachenfestival

Die Felder sind abgeerntet, zum Teil wieder eingesät, der Herbst beginnt und der Wind fegt nun schon kräftig über Fehmarn. Die Insel wird dabei wieder schön sauber geputzt, und mit der zunehmenden Zahl der Kiter kommen auch die „kleinen“ Winddrachen wieder ans Licht. Herbstzeit gleich Drachenzeit eben. Am Südstrand findet vom 23. bis 25. Oktober das Drachenfestival statt. Die „Experten“ fragen sich, ob die Superbowl wieder mit dabei ist. Das werden wir erst wissen, wenn auch der Unimog wieder am Strand steht, den brauchts nämlich als Gegengewicht, und selbst dieser ist noch mit schweren Sandsäcken mit Tonnen von Sand gesichert. Wir schauen mal, ob das was wird!

 

Gewinnspiel: Der Tourismus-Service Fehmarn verlost eine Karte für einen Hubschrauberrundflug über das Drachenfestival 2015. Schickt einfach bis zum 20. Oktober eine E-Mail mit dem Stichwort „Drachenfestival“ und eurer Telefonnummer an gewinn@fehmarn.de und mit ein bisschen Glück könnt ihr das bunte Spektakel von oben erleben!

 

Lesetipp für ruhige Stunden

Heute habe ich zur Abwechslung mal eine Buchvorstellung. „Schatten über Fehmarn“ heißt der Titel. Na, da bin ich ja mal gespannt drauf. Einen Pott Kaffee geholt und los geht’s!

Der Maler und Künstler Alexander hat seine Freundin Amanda aus London eingeladen, an der Einweihung einer Skulptur in Burgtiefe am Südstrand von Fehmarn teilzunehmen. Diese ist mit ihrer Freundin Olivia mit dem Auto unterwegs nach Fehmarn und wartet auf den Augenblick, wo die Rundbögen der Fehmarnsundbrücke als erstes zu sehen sind. (Das geht, glaube ich, doch vielen von uns auch so, oder?) Seit Wochen schwärmt Amanda ihrer Freundin gegenüber von Fehmarn, wo sie als Kind einige Zeit verbracht hat. Sie beschreibt den wundervollen weißen Sand an Fehmarns Stränden: „Du kannst Dich in ihn einbuddeln. Der Sand jedenfalls rieselt weich und warm seitlich an den Füßen nach hinten. Die werden schließlich so schwer, dass Du nachgibst und selber hinuntergleitest.“ Doch als Amanda auf Fehmarn ankommt, stellt sie fest, dass Alexander spurlos verschwunden ist, als hätte er sich in Luft aufgelöst. Was ist hier auf der Insel passiert?

Wir erleben die Insel aus einer anderen Warte und das hat mir beim Lesen richtig Freude gemacht. Die ganzen beschriebenen Orte sind nachvollziehbar für jeden, der gerne hier über die Insel streift. Lesenswertes Buch!

Fehmarn entdecken und dabei den Strandkorb oder das Sofa nicht verlassen, das hat doch was!

Gerda M. Neumann (2014): Schatten über Fehmarn
ISBN 978-3-941688-62-9

Kleine Kugelkunde

Kürzlich fand in Burgstaaken das zweite Northern-Open-Fehmarn statt. Ein internationales Boule-Turnier mit fast 400 Teilnehmern aus der Schweiz, Deutschland und Skandinavien.  Veranstaltet von den Boule-Freunden Fehmarn. Vor sechs Jahren gegründet, sieht man die Boule-Freunde mittwochs und samstags im hinteren Teil des Stadtparks ihrem Hobby nachgehen. Ziel ist, das „Schweinchen“ (die kleine Kugel) zu treffen und so viele Kugeln wie möglich der eigenen Mannschaft in deren Nähe zu platzieren. Wenn da nicht die gegnerische Mannschaft auch noch ein Wörtchen mitzureden hätte.  Und bei Unklarheiten, wer denn nun näher dran ist, wird gemessen.

Bei einer Bekannten kommt dann die Frage auf, wie hält man eigentlich die Kugeln auseinander?  Ich habe mal versucht, ein paar Ausschnitt-Vergößerungen der Turnier-Fotos zu machen. Alle spielen hier mit für ein Turnier zugelassenen Kugeln, die unterschiedliche Gravuren bis hin zu einem Namen haben (wer mag), mit Ringen rundum versehen sind, einzeln, doppelt und so fort. Muster gibt es sehr viele. Und wer länger mit den eigenen Kugeln spielt, erkennt sie auch zwischen den anderen wieder.

Und wer mal ein wenig aus- & entspannen möchte, schaut auch einfach nur zu, es ist sehr interessant. Versprochen!

Von Seeräubern und Bischöfen

Nach welchem Peter ist eigentlich Petersdorf benannt? Und wieso heißt Püttsee Püttsee? Schon öfter habe ich mich gefragt, wo die fehmarnschen Ortsnamen herkommen. In Büchern über die Geschichte der Insel habe ich einige Antworten gefunden.

Viele Dörfer tragen die Namen ihrer ehemaligen ritterlichen Eigentümer – Klausdorf zum Beispiel, oder Hinrichsdorf.  Petersdorf soll seinen Namen von Petrus von Kalundborg, einem Lehnsmann des dänischen Königs Waldemar II. bekommen haben. Westermarkelsdorf ist das Dorf des Martin, Wulfen das Dorf des Wolwert oder Wulf. Bei Vitzdorf ist es schon etwas schwieriger – der Name leitet sich von „Davidsthorp“ ab und soll an Tucko Davidsen erinnern. „Todendorf“ hat zum Glück nichts mit dem „Tod“ zu tun, sondern wurde nach einem gewissen „Thode“ benannt. Sonst hätte es auf Plattdeutsch „Dodendorf“ geheißen.

Viele der Ortsnamen auf Fehmarn sind also auf dänische Ritter und Lehnsmänner zurückzuführen. Besonders gut lässt sich die dänische Vergangenheit der Insel natürlich an dem Namen „Dänschendorf“ ablesen. „Bisdorf“ ist das Bischofsdorf – benannt nach dem Bischof von Fünen.

Einige wenige Ortsnamen auf Fehmarn sind wendischen Ursprungs. „Puttgarden“ soll sich wohl von „pod-gorod“ (unter oder an der Burg) ableiten und sich auf eine Festung beziehen, die es heute aber nicht mehr gibt. Der Name „Püttsee“ leitet sich von „podsuf“ (Unterschlupf, Versteck) ab. Püttsee – ein Seeräuberschlupfwinkel!

Schließlich bedeutet der Inselname „Fehmarn“ „im Meere liegend“ (slawisch „ve morje“) – na klar, „im meer mittendrin!“ eben. 😉

Blick hinter die Kulissen des FehMare

Wenn wir zurzeit im Meerwasser schwimmen wollen, geht es am besten ins FehMare. Die Ostsee ist ja gerade 5 Grad kalt, da sind die 28 Grad im Meerwasserwellenbecken schon sehr viel einladender, oder? Doch wo kommt das Meerwasser eigentlich her? Das wollte ich mal genauer wissen. Der Geschäftsführer des FehMare, Stephan Pospischil, hat sich letzte Woche Zeit für mich und meine Fragen genommen und mit mir einen Rundgang durch das Schwimmbad und die Wellnesswelt gemacht.

weiterlesen…

Unser „Kleiderbügel“: Symbol für Fern- und Heimweh zugleich

Bei meinem ersten Fehmarn-Besuch als 12-jähriger im Jahre 1961 gab es dort, wo heute unser „Kleiderbügel“ steht, drei riesige Baustellen. Der Zugang zur Insel Fehmarn war damals nur über den Anleger Großenbroderfähre mit anschließender Fähr-Überfahrt durch den Fehmarnsund möglich. Es gab je eine Baustelle auf Festland- und Inselseite sowie eine dritte mitten im Fehmarnsund. Für mich als Kind sah diese aus wie ein riesiger Ölbohrturm mitten im Wasser. Im dritten Urlaubsjahr konnte ich dann endlich über die Brücke auf die Insel fahren – was für ein aufregendes Gefühl!weiterlesen…

Fehmarnsche Pfeffernüsse – „Spielgeld“ und weihnachtliche Spezialität

Wenn es draußen kälter wird und Weihnachten immer näher rückt, wächst wieder die Lust aufs Plätzchenbacken. Dann ist auch genau die richtige Zeit, die kleinen, weißen Pfeffernüsse zu backen. Annekatrin Detlef, Fehmaranerin und Autorin des Kochbuches „Eine Prise Ostseeluft im Küchenduft“, hat mir das Rezept verraten – vielen Dank dafür! Die Pfeffernüsse schmecken nicht nur gut (ich habe mich selbst überzeugt!), sondern eignen sich auch hervorragend zum Spielen, zum Beispiel als Spielgeld beim Pochspiel oder beim „Tickern“ (wie das geht, wird weiter unten verraten).

Früher wurden die Pfeffernüsse übrigens milchkannenweise gebacken und auch gern beim „Rummelpottlaufen“ an die Kinder verteilt. Hierbei gingen die Kinder am Silvesterabend geschminkt und verkleidet in Gruppen von Tür zu Tür und sangen Lieder oder sagten Reime auf.

Ticker, ein Spiel aus Ururgroßmutters Zeit
Viele kleine Pfeffernüsse werden auf dem Tisch verteilt. Ein Kind verlässt den Raum, ein anderes „tickt“ auf eine Pfeffernuss. Das Kind darf nun wieder hereinkommen und darf solange suchen und die Pfeffernüsse behalten, bis die „betickte“ Pfeffernuss gefunden ist. Die anderen Kinder dürfen mit den Hinweisen „heiß“ und „kalt“ helfen.  Wenn das Kind die Pfeffernuss gefunden hat, ist das nächste an der Reihe.

Kleine, weiße Pfeffernüsse
Zutaten:
250g Butter
65g Schmalz
250g Zucker
1 Ei
100g gemahlene Mandeln
750g Mehl
1/2 Tasse Milch
abgeriebene Schale von einer Zitrone
1 Msp. Kardamom
15g Hirschhornsalz, mit etwas Wasser aufgelöst

Zubereitung:
Die Zutaten zu einem Mürbeteig verarbeiten und einige Stunden, am besten über Nacht, im Kühlschrank ruhen lassen. Den Teig portionsweise aus dem Kühlschrank nehmen und Rollen von 2 cm Durchmesser formen und 1/2 cm dicke Scheiben abschneiden. Die Pfeffernüsse etwa 10 Minuten bei 170 Grad Ober-/Unterhitze backen.

Noch ein Tipp für alle, die die (Vor-)Weihnachtszeit auf Fehmarn verbringen wollen: Vom 27. November bis zum 30. Dezember finden auf Fehmarn die ersten Burger Weihnachtswochen statt. Der Weihnachtsmarkt auf dem Burger Marktplatz hat täglich von 12 bis 21 Uhr geöffnet, freitags und samstags bis 22 Uhr. Am Heiligabend bleibt er geschlossen.