Fahrrad à la Karte

Oder: Folge dem grünen Schaf!

Seit einigen Wochen gibt es ja nun das neue Fahrrad-Kartenset für Fehmarn, das wollte ich gerne mal ausprobieren. Zum Glück ist in meinem Nachbarort Lemkenhafen der Knotenpunkt von vier der Rad-Touren, so können meine Frau und ich nach fast 3 Kilometern Anfahrt aus Petersdorf mitten in die Tour einsteigen. Wir entscheiden uns für die „Grüner Brink“-Tour, die mit einem grünen Schaf gekennzeichnet ist.

Nach kurzer Fahrt kann ich praktischerweise auf dem Feldsofa hinter Lemkendorf in Ruhe die Karte studieren, man muss da schon ganz genau hinsehen. Das ist spannend, sich auskennen ist ja die eine Seite, aber nur nach Karte fahren eine völlig andere. Hinter Dänschendorf fahren wir später über einen Feldweg, den ich überhaupt noch nicht kannte. Über Altenteil, wo wir der riesigen Ernte-Maschine zusehen, geht es Richtung Strand und auf die Düne.

Die Fahrt im Norden zum Grünen Brink ist sehr schön, immer wieder von wechselhaftem Wetter und Wolken begleitet, immer wieder ein anderer Anblick. Vorbei am Niobe-Denkmal, welches in Kürze renoviert werden soll, vorbei am Badestrand Grüner Brink in Richtung Fähranleger.

Dort biegen wir ab, durch das Dorf Puttgarden und weiter nach Johannisberg über Todendorf, Hinrichsdorf und Bisdorf weiter. Hier ist eine sehr schöne Strecke bis Lemkendorf, die alte Straße wird sehr wenig befahren. Man ist mitten in der Natur, alles andere ist weit weg. Fazit nach 6 Stunden 45 Minuten: die nächste Tour wird in ein paar Tagen stattfinden. (Die Fahrzeit beinhaltet einige Stops zum Schauen und Fotografieren, aber auch zum Mittagessen auf der Strecke ;-))

Kleine Kugelkunde

Kürzlich fand in Burgstaaken das zweite Northern-Open-Fehmarn statt. Ein internationales Boule-Turnier mit fast 400 Teilnehmern aus der Schweiz, Deutschland und Skandinavien.  Veranstaltet von den Boule-Freunden Fehmarn. Vor sechs Jahren gegründet, sieht man die Boule-Freunde mittwochs und samstags im hinteren Teil des Stadtparks ihrem Hobby nachgehen. Ziel ist, das „Schweinchen“ (die kleine Kugel) zu treffen und so viele Kugeln wie möglich der eigenen Mannschaft in deren Nähe zu platzieren. Wenn da nicht die gegnerische Mannschaft auch noch ein Wörtchen mitzureden hätte.  Und bei Unklarheiten, wer denn nun näher dran ist, wird gemessen.

Bei einer Bekannten kommt dann die Frage auf, wie hält man eigentlich die Kugeln auseinander?  Ich habe mal versucht, ein paar Ausschnitt-Vergößerungen der Turnier-Fotos zu machen. Alle spielen hier mit für ein Turnier zugelassenen Kugeln, die unterschiedliche Gravuren bis hin zu einem Namen haben (wer mag), mit Ringen rundum versehen sind, einzeln, doppelt und so fort. Muster gibt es sehr viele. Und wer länger mit den eigenen Kugeln spielt, erkennt sie auch zwischen den anderen wieder.

Und wer mal ein wenig aus- & entspannen möchte, schaut auch einfach nur zu, es ist sehr interessant. Versprochen!

Rapsblüte auf dem Knust

Der Knust, wie Fehmarn auch liebevoll genannt wird, „sieht zur Zeit gelb“, denn die Rapsblüte hat begonnen. Ein unbeschreiblich intensiver, angenehmer Geruch steigt einem in die Nase, wenn man auf einem der zahlreichen Fahrradwege an einem Rapsfeld entlang radelt. Von oben gleicht Fehmarn einem farbenfrohen Mosaik aus gelb und grün, umrahmt vom tiefen Blau der Ostsee. Doch der leuchtende Raps schmeichelt nicht nur unseren Augen, sondern ist nach seiner Ernte ebenso nützlich. Rapsöl ist eine beliebte Zutat in der Küche, wird oftmals noch als Geheimtipp gehandelt. Gleiches gilt für den Rapshonig, der an vielen Stellen auf der Insel erhältlich ist. Eine unserer heimischen Bäckereien stellt ein Rapshonigbrot her, die leichte Süße zaubert einen tollen Geschmack. Eine Fleischerei hat sogar Rapswurst mit Rapshonig im Sortiment. Wer seiner Gesundheit etwas Gutes tun möchte, sollte auf das Rapskissen zurückgreifen – die Fehmarnsche Variante der Körnerkissen. Wohl bekomms heißt es bald beim Rapsblütenfest rund um den Petersdorfer Dorfteich, das dieses Jahr zum 30. Mal stattfindet – vom 30. Mai bis zum 01. Juni. Wer spontan noch einen „dufte“ Trip zur Rapsblüte auf Fehmarn unternehmen möchte, findet hier das passende Angebot.

Faszination eines Hafens

Faszination eines Hafens – hier der Kommunalhafen Burgstaaken auf Fehmarn: Jeden Tag eine völlig andere Ansicht, bedingt durch Wetter und Wind, aber auch durch die Natur und die Schiffe. Sehr interessant sind die Vögel, ob Möwen oder Kormorane, auch einzelne Graureiher sind dort anzutreffen. Und werden zur Winterzeit durch die Fischer mitversorgt. Der Fotograf hat hier das größere Problem, nämlich zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein, das macht es ja eigentlich aus. Sind keine einlaufenden Schiffe da, gibt es auch nur eine Handvoll der fliegenden Akrobaten zu sehen, aber die gesamte Vogelschar ist auf den Punkt zur Stelle, wenn ein Fischerboot einläuft. Wer das gerne fotografiert, sollte ein Gespür dafür haben, wann die richtige Zeit ist. Oder einfach nur alles ganz entspannt genießen, sich an schöner maritimer Atmosphäre erfreuen. Und schon die nächste Gelegenheit erwarten, denn die kommt. Ganz bestimmt!
Me(e)hr davon?: www.erlebnishafen-burgstaaken.de